Verwicklungsroman

Ilse und Fritz von Ilse und Fritz

„Wie habt ihr euch kennen gelernt?“ – diese Frage wird nicht selten Paaren gestellt und „Was machtest du, bevor wir uns gekannt haben?“ – diese Frage stellen sich Paare oft selbst. Diesen Fragen des Kennenlernprozesses geht der gemeinsame Verwicklungsroman von Ilse Kilic und Fritz Widhalm nach, der seit 1999 in der edition ch biennal erscheint. Ilse Kilic und Fritz Widhalm betrachten sich im Spiegel der Erinnerung, und als Spiegelbilder blicken ihnen die Alter-Egos Jana Brenessel und I.G.Naz entgegen, die als Figuren im Verwicklungsroman die Biografien von Ilse Kilic und Fritz Widhalm festhalten und umgekehrt, wodurch eine gemeinsame Autobiografie entsteht. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Zeit der 70er- und frühen 80er-Jahre – die Zeit, in der sie sich noch nicht kannten, ihre Bekanntenkreise sich aber langsam zu überschneiden begannen und sie sich begegneten, immer öfter begegneten und schließlich zum Paar wurden, aber auch die Zeit wichtiger künstlerischer Entdeckungsreisen von Dada bis Punk und der daraus resultierenden Erkenntnis- und Entscheidungsprozesse, die dann zur Gründung des „Fröhlichen Wohnzimmers“ führten. Auch den Kontexten wird große Beachtung geschenkt: So werden nicht nur die Tätigkeiten, der Alltag und das Umfeld des „Fröhlichen Wohnzimmers“, also Personen und Orte aus der jeweiligen Gegenwart eines Bandes des Verwicklungsromans beschrieben, sondern auch Ausflüge in die Kindheit und Jugend unternommen, so weit die Erinnerungen reichen. Dadurch gerät der Verwicklungsroman auch zu einer Dokumentation alternativkultureller Zeit- und Alltagsgeschichte ersten Ranges. Wie auf einem Möbiusband ziehen auf der vermeintlich einen Seite Ilse und Fritz und auf der vermeintlich anderen die metonymischen Figuren Jana und Naz los und hinterlassen dabei dichte Textspuren, geschöpft aus zwei erfahrungs- und kenntnisreichen Allround-KünstlerInnenleben. Und aus Sicht der Leserin, des Lesers ist es völlig unerheblich, mit welchem Band, ja an welcher Stelle des Verwicklungsromans mit der Lektüre begonnen wird: Wie sich die Wege halt so kreuzen. Wie es halt beim Kennenlernen so ist.

Günter Vallaster, 22.11.11

Der Verwicklungsroman als Möbiusband, Arrangement und Foto: Günter Vallaster

Arrangement und Foto: Günter Vallaster

Mit dem folgenden Artikel von Judith Gröller, ein Auszug aus ihrer derzeit entstehenden Dissertation, für dessen Wiedergabemöglichkeit an dieser Stelle gedankt sei, wird dieses „hyperbiografische Projekt“ (Kurt Neumann) speziell unter dem Gender-Aspekt betrachtet:

Zwischen „Erinnerung und Erfindung“ [1] – die gemeinsame Autobiografie der Wohnzimmers

von Judith Gröller

In den derzeit vorliegenden siebenbändigen Verwicklungsromanen [2] schreiben Ilse Kilic und Fritz Widhalm ihre gemeinsame Autobiografie. […] wir [schreiben] unser Leben und das Leben des anderen, vor und zurück, auf und ab…überall hin eben. Ich erinnere mich an die Erinnerungen von Ilse, zumindest an diesen Teil ihrer Erinnerungen […]. [3] Es geht darum, dass das alles Tun und Schreiben in den Verwicklungsromanen Platz findet, so Fritz Widhalm weiter. Also die Tendenz ist, dass der Körper Sprache wird. Wenn zwei Personen zusammen ihre Biografie schreiben, dann fungiert immer eine als Kontrollgruppe. Ilse Kilic: „So gesehen wird ein Stück Erfindung, ein Stück Mystifizierung der eigenen Biografie sichtbar: der andere ist – um im Jargon des Experiments zu bleiben – gewissermaßen Kontrollgruppe.“ [4] F��r Ilse Kilic bedeutet der Verwicklungsroman auch die Grenzen einer Person zu thematisieren. „während jana sich erinnert, kommt ihr die groteske idee, sich und den naz in einer person zu vereinigen.“ [5] Es geht hier also auch um Auflösungstendenzen. Beide schreiben unter Pseudonymen Kilic wird zur Jana, Widhalm zu Naz. Auch Fritz Widhalm sagt im Interview, dass er meistens keine [Identität] hat. [6] So wie es keine abgrenzbaren Identitäten mehr gibt, gibt es auch keine Kontinuitäten in einer Lebensgeschichte: „janas geschichte scheint nicht kontinuierlich von kleinjana zu großjana zu verlaufen, es gibt bock- und rösselsprünge, umwege und wegabschneider […]. [7] Die Verwicklungsromane sind immer ein Spiel mit Identitäten, es wird unterschieden zwischen jana, naz und textjana und textnaz. Teilweise kommt es auch zu Verwechslungen. [8] Kilic und Widhalm kritisieren das Modell der Zweigeschlechtlichkeit, indem sie etwa ein „autonomes schreibwesen“ entwickeln, das sie janaz genannt haben. Dies entspricht auch den Ansätzen der plural-queeren Entwürfe, die Geschlecht als eine sich ver��ndernde und veränderbare Variable denken. Das bedeutet, dass Menschen sich selbst definieren können, so wenn und wann sie das wollen. ��hnlich angelegt im janaz-Konzept von Kilic und Widhalm.

[1] Schriftliches Interview beantwortet von Ilse Kilic, 16. November 2010

[2] In der vorliegenden Arbeit werden ausschließlich die ersten beiden Bände, „Dieses Ufer ist rascher als ein Fluss!“ und „Neue Nachrichten vom gemeinsamen Herd“ des Verwicklungsromans untersucht, da sonst der Rahmen der Arbeit gesprengt würde.

[3] Schriftliches Interview beantwortet von Fritz Widhalm, 18. November 2010

[4] Interview mit Kilic. S. 22.

[5] Ilse Kilic und Fritz Widhalm: Dieses Ufer ist rascher als ein Fluss. Des Verwicklungsromans erster Teil. Wien: Edition ch. 1999. S. 43. Ilse Kilic und Fritz Widhalm verwenden in ihren Texten ausschließlich die Kleinschreibung, daher wird hier auch so danach zitiert.

[6] Interview mit Widhalm. S. 30.

[7] Vgl. Kilic und Widhalm: Neue Nachrichten. S. 23.

[8] Vgl. ebd. S. 26.

Rezensionen des Verwicklungsromans:

Sammelrezension zu den ersten drei Bänden von Johanna Lier in der WoZ, 9.12.04:

“Für romantische Weihnachten zu zweit. Wobei man sich gegenseitig mit Vorlesen beschenken darf. Die Wiener AutorInnen Ilse Kilic und Fritz Widhalm verfassten gemeinsam in drei Bänden die Biografie von Jana und Naz. Wobei es oft nicht klar ist, wer was geschrieben hat oder wer nun gerade wer gewesen sein wollte. Es ist die Geschichte einer unverbrüchlichen Symbiose wie auch zweier Liebender und Leidender, die dennoch – geradezu heldenhaft – sie selbst bleiben. Erotische Bücher mit Fotos und Comics, zeit-geistreich und selbst-ironisch, sprach-spielerisch über Liebe und Arbeit in der post-revolutionären Zeit.”

Werner Schandor über “Dieses Ufer ist rascher als ein Fluss! Des Verwicklungsromans erster Teil” im Online-Buchmagazin des Literaturhauses Wien, 15.2.00

Stefan Schmitzer über “Neue Nachrichten vom gemeinsamen Herd. Des Verwicklungsromans zweiter Teil” in schreibkraft, ausgabe 07/2002

Petra Ganglbauer über “2003 – Odyssee im Alltag. Des Verwicklungsromans dritter Teil” und “Alles, was lange währt, ist leise. Des Verwicklungsromans siebenter Teil” im Gangway Literary Magazine, 12.9.03 und 1.7.11

Marietta Böning über “Zwischen Zwang und Zwischenfall. Des Verwicklungsromans vierter Teil” auf carpe librum, 2005Die Besprechung als pdf

Wolfgang Müller über “Zwischen Zwang und Zwischenfall. Des Verwicklungsromans vierter Teil” in der taz, 3.12.05

Sabine Dengscherz ��ber “Wie wir wurden, was wir sind. Des Verwicklungsromans fünfter Teil” im Online-Buchmagazin des Literaturhauses Wien, 21.5.07

Helmuth Schönauer über “Zeilen entlang der Zeit. Des Verwicklungsromans sechster Teil” auf “Lesen in Tirol”, 3.7.09

Helmuth Schönauer über “Alles, was lange währt, ist leise. Des Verwicklungsromans siebenter Teil” auf “Lesen in Tirol”, 6.4.11:

“Der Verwicklungsroman gilt Kennern als ideales Genre, um biographische Geschehnisse in einem individuellen Zeitgeschichte-Beet gedeihen zu lassen.

Ilse Kilic und Fritz Widhalm legen nun schon den siebten Teil vor und erzählen ganz unverblümt, dass es vielleicht in zwei Jahren einen achten Teil geben wird.

Die Methode des Erzählens ist unendlich wie ein Kartenspiel. Autorin und Autor sowie ihre beiden Kristallisationsfiguren Naz und Jana eröffnen ein Gespräch über verschiedene Ereignisse aus dem Bekanntenkreis und übertrumpfen einander wie bei einem Spiel mit dem jeweils noch hochrangigeren Erzählblatt. Dabei sind die Erinnerungen durchaus individuell und rudimentär, aber in diesem spielerischen Aufeinandertreffen der einzelnen Partikel ergibt sich ein schöner Kommentar zur jeweiligen Epoche.

Die Figuren reflektieren durchgängig konzentriert darüber, was vielleicht als eine Fußnote ausgelegt werden könnte und was eine substantielle Erkenntnis ist.

“irgendetwas vergisst man immer, sagt die jana. und weil man immer irgendetwas vergisst, gibt es erstens keine vollständige biografie, diese wäre ja auch ziemlich lang, und zweitens listen, die es erleichtern, den überblick zu bewahren.” (91)

Der aktuelle Verwicklungsroman setzt mit einer Griechenlandreise in den siebziger Jahren ein, manche Figuren sind einfach in den Süden abgehauen, andere versuchen in Wien zurechtzukommen. Naz fragt gleich einmal, ob es Sinn macht, einen Roman mit Griechenland zu beginnen. Aber Gebrauchs- und Kulturgegenstände wie kaputte Autos, satter Wein und ungestüme Sonne erklären recht gut den Zeitgeist jener Tage. So fällt denn auch das Resümee durchaus sonnig aus.

“ja, das leben konnte aufregend und schön sein, die menschen originell und interessant und ich selbst liebens-und begehrenswert.” (48)

Der Roman ist wie ein Lexikon in durchnummerierte Kapitel eingeteilt, wobei die Einsätze jeweils als fette Schlüsselwörter in den Text gekrallt sind, wie beispielsweise Ursuppe, alte Kalender oder Geduld

Mittendrin gibt es einen echten Comic, in dem Naz und Jana sich in verschiedenen Berufen erproben, wobei Holzträger sicher das Ertragreichste ist.

“die vergangenheit ist klar vorbei, sagte der dichter ernst herbeck und doch geht sie immer weiter, sagt die jana.” (71) Aus dieser Stimmung ist auch der wundersame Titel des Romans zu verstehen, alles, was lange währt ist leise.

Der Verwicklungsroman ist eine einmalige Methode, den Fortgang der Zeit und ihre Abwicklung zu beschreiben. Dabei entstehen Verwicklungskapitel, die den Leser bei der Hand nehmen und individuell in die jüngere Vergangenheit führen.”

Eva Riebler über “Alles, was lange währt, ist leise. Des Verwicklungsromans siebenter Teil” in etcetera 44, Juni 2011

Werner Schandor über “Alles, was lange währt, ist leise. Des Verwicklungsromans siebenter Teil” in schreibkraft, ausgabe 23/2012

Armin Baumgartner über “Auf und ab, trab trab trab. Des Verwicklungsromans achter Teil” im Online-Buchmagazin des Literaturhauses Wien, 26.08.13

Jenny Legenstein über “Auf und ab, trab trab trab. Des Verwicklungsromans achter Teil” im Augustin. Das österreichische Boulevardmagazin 352 (10/2013)

Helmuth Schönauer über “Auf und ab, trab trab trab” auf biblio.at:

“Die echte Lebensgeschichte von Helden ist zeitlos wie die Literaturgeschichte, weshalb sie zwar in aufregende Abenteuer verpackt, sonst aber als Kontinuum präsentiert werden muss.

Ilse Kilic und Fritz Widhalm schicken nun schon zum achten Mal ihre Doubles und Protagonisten Jana und Naz in die Literaturgeschichte. Das Erzählgeheimnis besteht dabei darin, dass die Gegenwart anhand einer Zeitspiegelung einer vergangenen Epoche über die pure Gegenwart hinaus verortet ist.

Jana und Naz versuchen ein Stück jüngster Gegenwart hinzukriegen, sie stehen unter Schock, weil sich Jana die Brüste weg operieren lassen muss. Naz geht zur Gesunden-Untersuchung und wird in einen Zeitflash versetzt, worin er auf einer steirischen Baustelle die Zeit totschlagen muss. Etwa zur gleichen Zeit macht Jana den Taxiführerschein und kübelt mit einem Ungetüm an Mercedes durch die Straßen. Eine Stunde warten, hei��t es oft, und dann ist die Fuhre vielleicht nur ein Kind, das eine Hauszeile weit zur Oma muss.

Solcherart irdisch mit dem Leben verbunden, erschaffen sich die beiden eigene Sprüche für die wesentlichen Gesetze dieser Welt. “Wege, die ich schon oft gegangen bin, merken sich meine Füße.” (30)

In jener Zeit ist es noch ��blich, dass jemand eine Literaturzeitschrift macht und ein anderer liest. Heutzutage gibt es beides nicht mehr. Die beiden produzieren die legendäre Zeitschrift “Drucksache”, worin so seltsame Gedichte abgedruckt sind wie jenes von den stillen Orten der Tapferkeit. “es ist / äußerst / schwierig / beim überqueren / einer mittelbreiten / fahrbahn auf dem fallweise / vorhandenen zebrastreifen / ausschließlich die weißen / streifen zu betreten.” (83)

Unterlegt wird diese Darbietung etwa von der Musik der Band “Magendarmtrakt”. Alle diese Erinnerungen sind wieder voll da, wenn sie aufgerufen werden, weshalb Jana und Naz sie oft aufrufen, aber dennoch lässt sich die Gegenwart nicht ausblenden oder in einem Zeitloch versenken, die Operation bleibt da und die heftige Arbeit daran, dass es sich jetzt um eine Zweiterkrankung handelt und nicht um das neuerliche Ausbrechen einer früheren Tumors.

Wie kariertes Papier unter einer persönlichen Handschrift entfaltet sich im Hintergrund die jüngere österreichische Literaturgeschichte. Die GAV spielt eine zentrale Rolle, indem sie sich zu einem Zimmergroßen Raucherraum verdichtet, in dem alle Gedanken dieser Epoche ausgebrütet und ausgehustet werden. Der GAV ist deshalb auch das 500ste Kapitel gewidmet.

Der Roman wird weitergehen, “Trab trab trab” ist eine Zwischenstation davon, aktuell und zeitnah. Im Erzählprogramm von Ilse Kilic und Fritz Widhalm wird die Gegenwart nämlich immer zu einer Stufe ausgegossen auf die die neue Gegenwart gesetzt wird. Das hat Naz bei einem Baueinsatz in der Steiermark gelernt.”

Armin Baumgartner über “Und wider vergisst der Tag dann die Nacht. Des Verwicklungsromans neunter Teil” im Online-Buchmagazin des Literaturhauses Wien, 10.08.15

Helmuth Schönauer über “Und wieder vergisst der Tag dann die Nacht” auf biblio.at:

“Das Tau der Zeitgeschichte wird aus vielen Fasern geflochten, nur die Vielfalt der Darstellung kann der jeweils komplexen Gesellschaft halbwegs gerecht werden. Freilich beschränkt sich die jeweilige Literaturwahrnehmung oft auf ein paar schwarz-weiße Strähnen, denn wenn schon der Stoff kompliziert ist, soll für schlichte Zeitgenossen wenigstens die Darstellung einfach sein.

Ilse Kilic und Fritz Widhalm gehen mit ihrem Verwicklungsroman von vorneherein der aktuellen Krimi- und Kindheitswelle aus dem Weg und erzählen eine Strickleiter durch die Gegenwart. Dabei ist ein Strang ziemlich zeitnah an den Publikationstermin geknüpft, während der andere Strang so im Abstand von dreißig Jahren aufgearbeitet wird.

Das Jahr 1985 spielt folglich eine wesentliche Rolle, da haben sich nämlich die Protagonisten Jana und Naz so richtig kennengelernt, nämlich so stark, dass sie zusammengezogen sind und das Wohnzimmer gegründet haben. In der Erinnerung umkränzt ist dieses Jahr von allerhand Wanderungen und Reisen nach Griechenland, von der permanenten Veränderung der Arbeit und dem ständigen Updaten der künstlerischen Produktion. Als etwa Naz ein Stipendium kriegt, schmeißt er jegliche Arbeit hin und kümmert sich um die Restaurierung seines expressionistischen und dadaistischen Lebenswerkes.

Aber selbst das reine Referieren der Vergangenheit macht für die Gegenwart ununterbrochen Probleme. Wie geht man mit dem wesentlichen Binnen-I um, das so eindrücklich die Welt als Mann und Frau erklärt? Im Jahre 1985 noch kein Problem, lässt sich heute nichts mehr klar denken ohne dieses Binnen-I.

Andererseits sind die Körper von Jana und Naz inzwischen völlig anders geworden durch Krankheiten und Operationen, so dass auch die Darstellung der Vergangenheit durch diese Eintrübungen und Gebrechlichkeiten relativiert ist. Selbst der öffentliche Code der Lebensführung ist einem ständigen Wandel unterworfen. Damals hätte ein kleiner Jana-Naz auf die Welt kommen sollen, aber er hätte die Welt nicht verbessert, so bleibt der Besuch der Klinik auch heute noch beim Aufschreiben eine relevante Erinnerungs-Größe.

Viele Wörter sind inzwischen mit neuem Sinn angereichert worden, wie etwa das Wort “mehrheitlich”, das Rolf Schwendter mit neuer Wertigkeit hinterlassen hat.

Im Mittelteil des Verwicklungsromans werden die Absätze in Schauzeichnungen aufgelöst, dabei werden die Figuren so vorsichtig auf die unverfängliche Seite gedreht, dass sie auch nackt für Kinder tauglich sind. Die Veränderung der Nacktheit ist wahrscheinlich die größte Veränderung, die so ein Menschenkörper durchmacht.

Mit der Aussicht auf den baldigen zehnten Band der Serie, der dann wohl eine Jubiläumsschleife bekommt, machen Jana und Naz dem Publikum ordentlich Wasser im Mund. Denn die Methode, zwischen Tagebuch und Erinnerung, Literaturkritik und Kulturmanagement, Plot und Standbild ständig zu wechseln, lässt dann im Hintergrund jene Stimmung aufleuchten, die entsteht, wenn sich ironisierende Heldinnen und Helden mit der eigenen Geschichte auseinandersetzen, stellvertretend für eine ganze Generation.”

Günter Vallaster über den “Ergänzungsband” “Reise in 80 Tagen durch das Wohnzimmer” (Das fröhliche Wohnzimmer-Edition 2004) im Online-Buchmagazin des Literaturhauses Wien, 8.3.05

Lesung Ilse und Klic und Fritz Widhalm im LQ - Alte Schmiede, Wien am 16.11.11. Foto: Helmut Schill

Ilse Kilic und Fritz Widhalm lesen aus dem Verwicklungsroman bei der Veranstaltung “Ein Buch über viel ist leise – Solosymbosien in Text, Bild, Ton aus Wohnzimmer und Glücksschweinmuseum” am 16.11.2011 im Literarischen Quartier – Alte Schmiede, Wien. Foto: Helmut Schill

Einleitung zu “Ein Buch über viel ist leise – Solosymbosien in Text, Bild, Ton aus Wohnzimmer und Glücksschweinmuseum” am 16.11.2011 im Literarischen Quartier – Alte Schmiede, Wien

von Günter Vallaster

(…) Wir betreten eine hochsymbiotische Welt, die Welt des “Fröhlichen Wohnzimmers”, in der seit nunmehr 25 Jahren alle künstlerischen Ausdrucksformen ihren Platz finden und durch Ilse Kilic und Fritz Widhalm in Ausübung und Interaktion treten. Ein wichtiger Teil ist dabei auch die Musik: “Das fröhliche Wohnzimmer” war ursprünglich ein Musiklabel und eine Zeitlang gab es auch die Band “Das fröhliche Wohnzimmer” mit Ilse Kilic, Fritz Widhalm, Stefan Krist und Susa Binder und es gibt zahlreiche weitere musikalische Projekte bis heute und als musikalische Inspirationenen möchte ich exemplarisch für Fritz Widhalm Marc Bolan und für Ilse Kilic Kevin Coyne nennen. Das eingangs gehörte Stück ist “Dark Dance Hall” von Kevin Coyne in einer Coverversion von Ilse Kilic und Fritz Widhalm, von der 2008 erschienenen CD “Tribute to Kevin Coyne”, auf der 5 Titel von ihm ausgelotet und interpretiert werden.

Ilse Kilic & Fritz Widhalm, Tribute to Cevin Coyne (2008)

“Working, talking to myself / Oh there’s nobody else”, so beginnt dieses Lied. Und dieser von Coyne eindringlich beschriebenen “Dark Dance Hall” wird ein bunter wohnzimmeristischer Kosmos entgegengesetzt, nach dem Motto: “There is somebody else!” – auch beim Schreiben, womit ich schon bei einem ganz zentralen, ja dem zentralen Tätigkeitsbereich von Ilse Kilic und Fritz Widhalm bin: der Literatur: “Der Schriftsteller ist beim Schreiben nicht allein” – dieser von Raymond Queneau formulierte Gedanke spielt auch eine tragende Rolle in vielen Werken der beiden, in denen dieser Umstand ins Bewusstsein gerückt, reflektiert und auf vielfältige Weise ästhetisch verarbeitet wird, gipfelnd im tatsächlichen gemeinsamen Schreiben, das im Verwicklungsroman so eindrucksvoll vorgeführt wird. Auch in den heute präsentierten Büchern kann dieser Aspekt sehr gut nachvollzogen werden: In “Buch über Viel” von Ilse Kilic finden sich zahlreiche Verweise, Zitate und dokumentarische Momentaufnahmen, ebenso in Fritz Widhalms “Ein Buch”. Und im vorliegenden siebenten Band des Verwicklungsromans mit dem Titel “Alles, was lange währt, ist leise”, ist die Einbindung in soziale, künstlerische und zeitliche Kontexte ohnedies ein leitmotivischer bunter Faden, dessen Verwicklungen und Ent-Wicklungen sich lustvoll durch alle Bände des Verwicklungsprojekts ziehen. Bevor wir aber noch genauer zu den Büchern des heutigen Abends kommen, möchte ich noch kurz – unter der Zwischenüberschrift “Ilse und Fritz in Readymades” – auf die weiteren Tätigkeits- und Wirkungsbereiche der beiden hinweisen, indem ich auch Anschauungsobjekte mitgebracht habe. Das wäre zunächst einmal der bildnerische Bereich, der seit 5 Jahren auch in der Wohnzimmergalerie mit Glücksschweinmuseum in der Florianigasse 54 im 8. Wiener Gemeindebezirk nicht nur betrachtet und bestaunt, sondern nach dem Prinzip “pay as you wish” erworben werden kann. Ich habe dieses Bild mit dem Titel “On the Road Again” von Ilse Kilic aus dem Jahr 2008 erworben:

"on the road again" von ilse kilic, 2008

Dann habe ich noch dieses Bild von Fritz Widhalm, das auch zeigt, dass die beiden sich immer wieder auch selbst thematisieren und porträtieren, sich gleichsam wie Readymades in die Arbeiten integrieren, also das Auto-Biographische auch in den bildnerischen Arbeiten sehr oft zum Ausdruck kommt (s. Bild am Beginn dieser Seite).

In vielen Bildern ist auch Text enthalten, womit sich eine Tür zur Visuellen Poesie und zum Comic öffnet, auch durch sehr viele Arbeiten ausgewiesene Tätigkeitsbereiche, ich zeige hier als Beispiele für Visuelle Poesie eine ganz frühe Publikation von Fritz Widhalm aus der edition ch: “Das kleinere Übel”, eine von Christine Huber herausgegebene Publikation “in der Schachtel” aus dem Jahr 1990, inzwischen schwerst vergriffen und von Ilse Kilic den Band “Kuckuck! Kuckuck! 50 Bild-Texte von Ach bis Zurück” aus dem Jahr 2008, erschienen ebenfalls in der inzwischen von mir herausgegebenen edition ch, in dem Bilder und Texte aus älteren Schul- und Liederbüchern collagiert und dadurch, ich zitiere Ilse Kilic, “Brav-sein-Wollen” und “Braves-Kind-sein-Wollen” “quergelesen und quermontiert” werden.

Fritz Widhal,. Das kleinere Übel (esition ch, 1990) und Ilse Kilic, Kuckuck! Kuckuck! 50 Bild-Texte von Ach bis Zurück (edition ch, 2008)

Comics gibt es auch in reichlicher Anzahl, wie zum Beispiel “glückomania – ein traum in 164 bildern”, ein gemeinsam verfasstes und gezeichnetes Comic, auch schwer vergriffen, aus dem Jahr 2002.

Ilse Kilic & Fritz Widhalm, glückomania - ein traum in 164 bildern (edition ch 2002)

Reichhaltig ist auch das Filmschaffen von Ilse Kilic und Fritz Widhalm, mit vielen Animationsfilmen, Kurzfilmen und Videos. Dazu möchte ich gleich auf die WohnzimmerFilmRevue verweisen, die auf OKTO.TV regelmäßig im Programm ist. Und es gibt die Edition “Das fröhliche Wohnzimmer”, die auch dem Queneau´schen Zitat “der Schriftsteller ist beim Schreiben nicht allein” stark und insofern Rechnung trägt, als es Ilse Kilic und Fritz Widhalm immer auch ein großes Anliegen ist, anderen Autorinnen und Autoren mit wagenden, experimentellen, sprachmaterialbezogenen, unkonventionellen, marktinkompatiblen Texten eine Plattform und Publikationsm��glichkeit zu bieten, was gar nicht hoch genug geschätzt werden kann. Auch eine intensive Veranstaltungstätigkeit bis zum heutigen Tag, zu der schon zahlreiche Autorinnen und Autoren eingeladen wurden, legt davon Zeugnis ab. Sowie auch die Wohnzimmerzeitschrift, eine inzwischen 42 Ausgaben starke abweichende Konstante in der Literaturzeitschriftenlandschaft. Zu nennen ist auch noch die Edition Fußnoten zur Weltgeschichte, das ist ein Kleinverlag, den der Kleinverlag “Das fröhliche Wohnzimmer” betreibt.

Das fröhliche Wohnzimmer, ein autopoietisches System vor dem Hintergrund rauer literarischer Produktionsbedingungen. Ein lebendiges Literatop in der steinigen Sprachwüste. Ein “Work-in-progress”, wie mir Fritz Widhalm einmal gesagt hat. Und ich zitiere Ilse und Fritz weiter: “wohnzimmerismus beinhaltet alle bemühungen, so etwas wie privates glück auch unter den bedingungen des spätkapitalismus als politische größe zu gewinnen und zu verstehen.”

Als Readymades zur editionärischen Tätigkeit habe ich hier die erste Publikation, die Anthologie “Buch” aus dem Jahr 1989 und eine der jüngsten Publikationen, “Glück und Schwein” aus dem Jahr 2011, in der neben Abbildungen von ausgewählten Schweine-Exponaten aus dem Glücksschweinmuseum Lyrik und Prosa zum Thema Glück und/oder Schwein von einer Reihe von Autorinnen und Autoren versammelt sind.

Cover der Anthologien "Buch" (1989) und "Glück und Schwein" (2011) aus der Edition "Das fröhliche Wohnzimmer"

Damit zu den Buchtiteln des heutigen Abends, “Buch über Viel” und “Ein Buch”, sowie “Alles, was lange währt, ist leise”, die jeweils auch von kurzen Filmen begleitet sind. Die Einzeltitel von Ilse Kilic und Fritz Widhalm, die Soloalben sozusagen, sind zu einem Großteil in anderen Verlagen erschienen: Um die Werke von Ilse Kilic hat sich vor allem der Ritter-Verlag verdient gemacht: “Buch über Viel” ist der siebte Ritter-Titel von Ilse Kilic und ein “Buch über Viel” ist nicht wenig. Um es kurz im Vergleich und Kontext mit den beiden vorangegangenen Ritter-Titeln zu verorten: Während der 2006 erschienene Band “Vom Umgang mit den Personen” das Wesen der Haupt- und Nebenperson untersucht, verlagern sich die thematischen Schwerpunkte im 2008 erschienenen Buch “Das Wort als schöne Kunst betrachtet” mehr auf die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für das Schreiben, die literarische Schreibbiografie und das SchriftstellerInsein, sowie die Handlung, den Plot. Im “Buch über Viel” geht es schließlich um das Ich an sich und wie es sich über das Umfeld konstituiert. “Ich wäre nicht ich ohne mein Herz”, heißt es auf Seite 22, und weiter: “Ich wäre nicht ich ohne meine große Zehe. ich wäre nicht ich ohne meine Liebe. Meine Liebe heißt Fritz. Ich wäre nicht ich ohne Werner Herbst, der mein erstes Buch verlegt hat. Ich wäre nicht ich ohne Patti Smith. Ich wäre nicht ich ohne das Geschäft mit saurem Rollmops aus der Vergangenheit der Josefstädterstraße”. Zitat Ende. Und so ein Ich ist ja kein homogener Monolith, es setzt sich aus vielen Puzzleteilen kaleidoskopartig zusammen. Demgemäß ist das “Buch über Viel” auch keine lineare Text- und Satzabfolge, sondern eine polynome, patchworkartige Anordnung unterschiedlichster Textsorten: Mal Tagebucheintrag, mal Aphorismus, mal Gedicht, mal Prosa, mal essayistische Reflexion von Begriffen wie Angst und Naturgesetz, alles in glossarartigem, sich wechselseitig kommentierendem Zusammenwirken, wozu auch viele Zeichnungen und eine eingewobene Comicstrecke gehören. Sogar eine schrittweise Transformation eines Gedichtes in Zahlen bis zum binären ASCII-Code, Ada Lovelace, der Mathematikerin und ersten Programmiererin gewidmet, findet sich darin.

Das Ich als Cluster, das Ich als Begriffswolke, das Ich als Wanderung durch den Blätterwald.

Vom “Buch über Viel” zu “Ein Buch” von Fritz Widhalm. Auch das Buch “Ein Buch” ist ein Buch über viel. Im Titel kurz und allgemein gehalten, weist es einige Titelzusätze auf: With a little help from my friends beim Autorennamen Fritz Widhalm, der schöne fritz und a private part bei der Verlagsangabe “Das fröhliche Wohnzimmer”. 26 Kapitel umfasst “Ein Buch”, und alle sind so unterschiedlich wie die Buchstaben des Alphabets. Ich habe das Buch “Ein Buch” vor ein paar Wochen kurz besprochen und habe mir gedacht, dass die Besprechung auch sehr gut das Buch “Ein Buch” vorstellen könnte:

Fritz Widhalm, “Ein Buch” – Rezension von Günter Vallaster im Online-Buchmagazin des Literaturhauses Wien, 12.10.11

Damit übergebe ich an Fritz Widhalm und eine Buch´, nein, “Ein Buch” plus Film.

(Fritz Widhalm liest aus “Ein Buch”, Ilse Kilic aus “Buch über Viel”, dazu werden die Kurzfilme “Gegenseitige Hilfe” von Fritz Widhalm und “Kugeldie & Kugeldei” von Ilse Kilic gezeigt)

Verwicklungsroman:

Wir kommen zur höchsten physischen Erhebung der hier auf dem Tisch ausgebreiteten Wohnzimmerlandschaft, dem hier aufgestapelten, inzwischen schon sieben Bände umfassenden Verwicklungsroman und die schönen Buchtitel könnten auch schon zusammenhängend wie ein Gedicht gelesen werden: Dieses Ufer ist rascher als ein Fluss! / Neue Nachrichten vom gemeinsamen Herd / 2003 – Odyssee im Alltag / Zwischen Zwang und Zwischenfall / Wie wir sind, was wir wurden / Zeilen entlang der Zeit / Alles, was lange währt, ist leise

Seit 1999 erscheint in der edition ch biennal dieser gemeinsame Verwicklungsroman von Ilse Kilic und Fritz Widhalm, in dem die Figuren Jana Brenessel und I.G.Naz die Biografien der beiden AutorInnen festhalten und umgekehrt. Oder anders gesagt: Ilse Kilic und Fritz Widhalm setzen sich als Figuren Jana Brenessel und I.G.Naz, um ein Erz��hlen-von-Sich zu ermöglichen. Oder beleuchten doch auch die Figuren die AutorInnen? Jedenfalls handelt es sich bei diesem “hyperbiografischen Projekt”, wie es Kurt Neumann nennt, nicht nur um ein wertvolles Stück alternativkultureller Zeitgeschichte oder auch Geschichtsschreibung von unten, von den Rändern und vom Alltag her, sondern auch um ein einmaliges Beispiel für das gemeinsame Schreiben einer Autobiographie. Ein, ja das Hauptthema, das sich durch alle Bände zieht und sie auch begründet, ist der Kennenlernprozess von Ilse und Fritz in den 1970er- und 80er-Jahren, genauer gesagt, was die beiden machten, als sie sich noch nicht kannten und wie sich langsam ihre Bekanntenkreise zu überschneiden begannen und sie sich zuerst kennen und dann lieben lernten. Dieser Prozess wird vom Sehepunkt des späteren und heutigen Paares aus unter die Lupe genommen, gleichsam in Zeitlupe aufgefächert, sodass auch die Zeit, in der sich die beiden noch nicht kannten, ex post als Paar verlebt wird. Wobei auch der Begriff “Paar” einer eingehenden Reflexion unterzogen wird. Ich zitiere die Literaturwissenschafterin Judith Gröller, die einige Kapitel ihrer Dissertation dem Verwicklungsroman widmet:

Zitat: “Die Verwicklungsromane sind immer ein Spiel mit Identitäten, es wird unterschieden zwischen jana, naz und textjana und textnaz. Teilweise kommt es auch zu Verwechslungen. Kilic und Widhalm kritisieren das Modell der Zweigeschlechtlichkeit, indem sie etwa ein „autonomes schreibwesen“ entwickeln, das sie janaz genannt haben. Dies entspricht auch den Ansätzen der plural-queeren Entwürfe, die Geschlecht als eine sich verändernde und veränderbare Variable denken. Das bedeutet, dass Menschen sich selbst definieren können, so wenn und wann sie das wollen. Ähnlich angelegt im janaz-Konzept von Kilic und Widhalm.” Zitat Ende. Und in einem Interview, das ich mit Ilse Kilic und Fritz Widhalm einmal führte, stellte Ilse Kilic fest, dass der Verwicklungsroman, Zitat “auch vermitteln will, dass das Streben nach individuellem Glück ein Teil des politischen Selbstverständnisses und des Infragestellens der gesellschaftlichen Gegebenheiten ist”. Fritz Widhalm ergänzte: “Ja. Unser Verwicklungsroman will die Literatur und die Welt ein bisschen besser machen.” Das vollständige Interview, erschienen im Online-Buchmagazin des Literaturhauses Wien im Jänner 2009:

Ilse Kilic und Fritz Widhalm

Gespräch mit Günter Vallaster, Jänner 2009

Fast zeitgleich liegen von Ilse Kilic mit Das Wort als schöne Kunst betrachtet (Ritter 2008) und von Fritz Widhalm mit die nacht schluckte die dämmerung (zzoo 2008) neue Buchpublikationen vor. Günter Vallaster sprach aus diesem Anlass mit den beiden GründerInnen der Edition Das fröhliche Wohnzimmer in ihrer “Wohnzimmergalerie mit Glücksschweinmuseum” (Florianigasse 54, 1080 Wien, Öffnungszeiten Di, Do, Fr 15.00 bis 18.30 Uhr) umringt von Kunst und Schweinchen über die neuen Bücher, die Edition, die Literatur und alles andere.

Beginnen wir mit dem neuen Buch von Ilse Kilic, “Das Wort als schöne Kunst betrachtet”, das unter anderem viele Reflexionen der gesellschaftlichen Bedingungen für literarisches Schreiben enthält. Wie ist dieses Buch im Konnex mit dem 2006 ebenfalls bei Ritter erschienenen Titel “Vom Umgang mit den Personen” zu sehen?

Ilse Kilic: Die beiden Bücher stehen natürlich in einem gewissen Zusammenhang: Vom Umgang mit den Personen betrachtet das Schreiben oder das Entstehen eines Textes, einer Textfigur eher von der Seite der Figur her, d. h. die Bedingungen, denen eine Figur, die sich in einem Text bewegt, ausgesetzt ist, und andererseits die “Naturgesetze”, die Autor oder Autorin zum Entwerfen dieser Figur berücksichtigen müssen. Das neue Buch “Das Wort als schöne Kunst betrachtet” fokussiert eher auf die Rahmenbedingungen der Literatur, die “Nicht-Naturgesetze” – wobei auch die “Naturgesetze” (und deshalb unter Anführungszeichen) immer als etwas stehen, das (auch) etwas Gemachtes ist –, die Bedingungen, unter denen Autor oder Autorin funktionieren, den gesellschaftlichen Raum, in dem Literatur entsteht, der natürlich auch wieder rückwirkt auf die Figuren, die sich in diesen Texten bewegen. Es ist ja so, dass einerseits die Naturgesetze sich in jedem Menschen, in jeder Figur auf ihre Art verwirklichen und andererseits auch wieder nicht, also: Wir bestehen ja sozusagen aus Molekülen und Atomen undsoweiter und die Romanfiguren bestehen genauso aus Gesetzmäßigkeiten und andererseits gibt es eben doch auch ein Selbstentwerfen des Schicksals, weswegen ja auch die Romanfiguren dann darauf bestehen, auf ihr Schicksal Einfluss zu nehmen, so eben wie die Menschen das tun.

Wie kann deine Märchenverarbeitung darin mit der von Lisa Spalt in Grimms verglichen werden? Sie greift in ihrem Buch bestehende Märchen auf und führt vor, wie bestimmte Muster daraus als gesellschaftliche Ideale hochgehalten werden, deines ��� vom Mondscheinlein – ist originär von dir gestaltet und nicht unbedingt nur Märchen, z. B. auch Kindergeschichte. Jedenfalls wird bei dir und Lisa Spalt die Texthülle Märchen für pointierte Gesellschaftsanalyse und -kritik genutzt, die sich durch die Bruchstellen der Form zeigen.

Ilse Kilic: Naja, es ist eigentlich genau so wie du sagst, besser kann ich es auch nicht sagen. Die Lisa nimmt im Prinzip Märchen als Folie würde ich fast sagen, als Dispositiv, um dadurch die gesellschaftlichen Zustände zu betrachten. Ich entwerfe eigentlich die Geschichte auch, um die gesellschaftlichen Zust��nde zu betrachten, aber ich entwerfe sie selber, als ein Kunstmärchen, ein von mir entworfenes.

In Fritz Widhalms Neuerscheinung “die nacht schluckte die dämmerung” geht es um das Leben und Werden Konrad Bergers, das einige Ähnlichkeiten mit Fritz Widhalms Biografie aufweist – er kommt aus Niederösterreich, geht nach Wien, hat die gleichen Musikvorlieben. Wer aber ist Konrad Berger?

Fritz Widhalm: (lacht) Ja, Konrad Berger ist an und für sich – und das glaubt mir niemand, aber es ist so – ein Mensch, den ich 1976 in St. Pölten kennen gelernt habe, daher wahrscheinlich auch die gleichen Musikliebschaften und -vorliebschaften. Was jetzt diese Werke, die Konrad Berger selbst verfasst, betrifft: Konrad Berger war an und für sich ein Künstlername, er heißt nicht Konrad Berger, aber er hat den Namen Konrad Berger für seine künstlerischen Arbeiten verwendet und es gibt jetzt einerseits die Werke, die er verfasst hat in den 70er-Jahren, die jetzt erscheinen, in Heftform, bei “fussnoten”, und dann gibt es die Sache, dass zum Teil ich, und zum Teil auch die Ilse unter dem Namen Konrad Berger Texte verfasste. Dann hat es das Gästebuch auf der Homepage des “Fröhlichen Wohnzimmers” gegeben, wo über Konrad Berger diskutiert worden ist und über ihn geschrieben und da haben verschiedene Leute, die mir nicht bekannt sind, auch Texte unter den Namen Konrad Berger, Conny Berger undsoweiter gepostet, also es gibt inzwischen viele Konrad Bergers und trotzdem gibt es die Figur Konrad Berger, das ist eine reale Figur. Was das Buch betrifft, und das Konstruieren seines Lebens, das ist zwar von ihm beeinflusst, aber natürlich bis zu einem gewissen Grad von mir erfunden oder gestaltet worden. Also es ist jetzt nicht wirklich die Lebensgeschichte einer konkreten Person, obwohl diese konkrete Person der Auslöser war, sich mit Leben überhaupt und mit einer bestimmten Figur zu befassen. Es geht eigentlich um Hysterie und Aufregung, es geht darum, dass man eigentlich das Leben erst zum Leben machen muss, indem man sich für etwas interessiert, für etwas begeistert und das dann vermittelt und lebt. Ja, also mehr sag’ ich jetzt gar nicht dazu, also es gibt Konrad Berger. (lacht)

Die beiden Bücher sind ja nicht die einzigen, die jüngst erschienen sind bzw. demnächst erscheinen werden: Von Konrad Berger liegt in der Edition “fussnoten zur weltgeschichte”, einem Kleinverlag, den der Kleinverlag “Das fröhliche Wohnzimmer” betreibt, schon der dritte Band des gesammelten Werks vor, in der edition ch erscheint demnächst Band 6 des gemeinsamen Verwicklungsromans, “Zeilen entlang der Zeit”, 2008 erschien von Ilse Kilic ebenfalls in der edition ch “Kuckuck! Kuckuck! 50 Bildtexte von Ach bis Zurück”, ein buntes Kleinod, dessen Titel verrät, dass es nicht allein zum Schauen ist. Was möchtet ihr zu den Titeln sagen?

Fritz Widhalm: Zum Verwicklungsroman – da erscheint demnächst in der “edition ch” der sechste Band. Es geht um die Verwicklungen des Lebens und auch der Sprache und es geht um das Leben von Naz und Jana…

Ilse Kilic: …und es geht um die Verwicklungen von Ilse und Fritz, die ja auch als Personen auftauchen. Unser Schreiben trägt auch der Tatsache Rechnung, dass wir uns sozusagen ineinander verwickeln, d. h. dass es durch unsere doch schon länger währende Verbindung miteinander eben so ist, dass Fritz auch ein Stück Ilse ist und Ilse auch ein Stück Fritz, man könnte sagen, Fritz kann Ilse sein, aber mit einem leichten Fritz-Akzent, und je öfter der Fritz Ilse ist, umso “anderer”, umso mehr anders wird eben auch sein Ilse-Sein. Also diese Frage schillert ein bisschen durch diesen Text oder durch die Schreibart, dieses gemeinsame Schreiben: Was ist jede, jeder von uns, was ist eine einzelne Person, wie sehr sind die anderen Personen in dieser Person enthalten, was ja immer ist, und nicht nur jetzt, wenn man eine Zweierbeziehung hat, sondern grundsätzlich nehmen die anderen ja in dieser Person ihren Platz ein, der ist halt in unserem Fall, weil wir eben sehr eng zusammenleben und -arbeiten besonders groß, aber es ist eigentlich eine grundsätzliche Frage nach Abgegrenztheit von Personen. Die stellt sich durch die Form des Gemeinsam-Schreibens auch. Inhaltlich ist es so, dass sich der Verwicklungsroman schon nach vorn verwickelt, d. h. Jana und Naz, die in gewisser Weise durchaus etwas mit Ilse und Fritz gemeinsam haben, sind im ersten Teil des Verwicklungsromans Babys und verwickeln sich dann durch Schule und Jugendlich-Sein und Älterwerden und jetzt sind sie halt so langsam dort, wo Jana und Naz einander kennen lernen könnten, was im sechsten Band noch nicht passiert, aber es wird bereits vorbereitet und es wird auch schon von Begegnungen gesprochen. Es gibt aber auch ein großes Stück Gegenwart, die eben Ilses und Fritzens, die Gegenwart der schreibenden Personen in diesen Texten ist.

Fritz Widhalm: Es wird das Jetzt behandelt direkt, also es wird über das Jetzt in dieser Zeit, in der das Jetzt stattfindet, geschrieben und dann gibt es natürlich die Geschichte, die aus der Erinnerung erzählt wird, da ich oder der Naz – Fritz Widhalm ist das Pseudonym von Naz – natürlich von der Jana oder der Ilse Kilic schon eine ganze Menge wissen, durch Erzählungen von ihr und auch einfach dadurch, dass sie zusammenleben. Diese Erzählungen werden ein Teil der Naz’schen Erinnerungen. Und es ist dann im Hirn nicht mehr unterscheidbar, ob die Erinnerung gelebt war oder ob es die Erinnerung der Erinnerung eines anderen Menschen ist und aus diesem ganzen Drumherum wird die Verwicklung sozusagen geschrieben. Man sollte erwähnen, dass der Verwicklungsroman schon etwas vermitteln will, und zwar dass ein anderes Leben möglich ist, und dass er eigentlich auch so etwas wie ein linksautonomes Selbstverständnis präsentieren und aufzeigen will und…

Ilse Kilic: …und auch vermitteln will, dass das Streben nach individuellem Glück ein Teil des politischen Selbstverständnisses und des Infragestellens der gesellschaftlichen Gegebenheiten ist.

Fritz Widhalm: Ja. Unser Verwicklungsroman will die Literatur und die Welt ein bisschen besser machen.

Und noch zu “Kuckuck! Kuckuck!”…

Ilse Kilic: Also ich habe Bildmaterial gefunden in alten Büchern, z. B. in der “Kinderwelt von A bis Z”, von ganz früher, also ich würde sagen 60er-Jahre, aber auch in physikalischen Lehrbüchern und Liederbüchern aus dieser Zeit, und war sehr angetan von den Möglichkeiten, es auch zweckentfremdend zu kombinieren. Ich habe dann aus diesem Bildmaterial zusammen mit Worten, die in diesen Büchern enthalten waren, kleine Bildtexte komponiert, bei denen ich zum Teil die Worte quasi quer zum Bildmaterial gestellt habe, sodass man es meiner Meinung nach auf verschiedene Arten und Weisen lesen kann. Mir hat das großen Spaß gemacht, mit diesen Bildern umzugehen, nicht zuletzt auch deswegen, weil ich diese Bilder alle kenne aus meiner Kindheit und Jugend und sie mir sehr vertraut sind. Gerade das, also das ein bisschen Biedere und Brave, das da in den 60er-Jahren durchklingt in diesen Beschreibungen – und manche Lehrbücher kannte ich noch von meinem Vater, also die waren noch älter – , also dieses Brav-sein-Wollen, Braves-Kind-sein-Wollen, dagegen wollte ich das auch querlesen, dieses Material, und quermontieren, gegen diese durchklingende Bravheit, Anständigkeit, Wohlgeordnetheit – ja, am besten trifft es vielleicht das: Wohlgeordnetheit – der Welt.

Und die Bild-Texte können auch gesungen werden?

Das Singen der Texte hat sich daraus ergeben, dass ich das Buch präsentieren wollte und mir etwas anderes überlegen wollte als dass man einfach die Bilder projiziert und ich die Texte lese. Es sind ja auch Teile aus Liedern, aus Gesangsbüchern, auch mit Noten drinnen, ganz kleine Teile, und ich habe versucht, das auf eine akustische Art umzusetzen. Diese Kinderlieder haben ja etwas sehr Braves und auch sehr Beschwichtigendes und ich habe versucht, mit dieser Erinnerung daran, ich sage jetzt mal, kreativ umzugehen.

Ihr seid ja nicht SchriftstellerInnen allein, sondern tretet auch mit Bildern, Filmen, Musik und der Edition “Das fröhliche Wohnzimmer” als Multimedia-Gesamtkunstwerk in Erscheinung. Wie ergab es sich, dass ihr in allen Kunstrichtungen tätig seid?

Fritz Widhalm: Bei mir war es eigentlich so, dass die Malerei, bildnerische Arbeiten, der Anfang waren und die Musik: Ich habe mit 16 Jahren meine erste Band gegründet und die Literatur hat da zwar auch stattgefunden, aber mehr in Form von Liedtexten und zeitlich gesehen war die Literatur eigentlich das Letzte, was zu diesen Spektren dazugekommen ist. Eigentlich zu schreiben angefangen habe ich erst, als ich die Ilse kennen gelernt habe, das war 1984. Da haben wir dann gemeinsam die Literaturzeitschrift “Drucksache” gegründet. (…) Ich würde das weniger als Gesamtkunstwerk sehen, sondern mehr als Work in progress und ich denke mir, Work in progress umfasst alles, das ganze Leben, und zum Leben gehört eben Musik, Bild, Film, Literatur dazu und man versucht in allen diesen Sparten sich zum Ausdruck zu bringen, die Welt zum Ausdruck zu bringen und sie auch für sich handhabbar zu machen.

Ilse Kilic: Der Wunsch, Schriftstellerin zu werden, ist ein sehr früher Wunsch von mir. Nur, als ich ein Kind war und mir vorgeschwebt ist, ich könnte Schriftstellerin werden, wusste ich gar nicht genau, was das heißt und wie Schriftstellerinnen wirklich leben. Ich habe dann erst durch meine Beziehung mit dem mittlerweile verstorbenen Schriftsteller Otto Grabner gesehen, was SchriftstellerIn-Sein eigentlich heißt und wie man da lebt und was es bedeutet und was Schreiben ist. Das war für mich so ein bisschen der Einstieg in diese Welt der Literatur. Und auch ein bisschen ein Näherkommen zu meinem Wunsch, selber Künstlerin, so sage ich jetzt, zu sein, weil sich das, wie ich jetzt lebe, auch über mehrere Kunstsparten verbreitet. Ich sehe das so wie der Fritz, dass die Welt aus verschiedenen Aspekten besteht und dass es f��r mich ganz spannend war, diese verschiedenen Aspekte auch in verschiedenen Medien auszudrücken oder ihnen in verschiedenen Medien näher zu kommen.

Der Weg weiter war dann natürlich so, dass ich selber viel mehr geschrieben habe, auch den Kontakt zu anderen Schreibenden gesucht habe, dann später auch den Fritz kennen gelernt habe, aber auch in einer Gruppe war, in der sehr viel über Schreiben und Literatur gesprochen worden ist und aus der auch die Kleinverlage, die es heute noch gibt, also sowohl “Das fröhliche Wohnzimmer” als auch die “edition ch”, gegründet von Christine Huber, hervorgegangen sind.

Wir haben uns dann fast, also jeden Abend ist übertrieben, aber sicher drei-, viermal in der Woche getroffen mit unseren Literaturzeitungen in der Hand und vom Handverkauf kommend, und haben sowohl über unsere Erfahrungen beim Handverkauf von Literaturzeitungen in sogenannten Szenebeisln als auch über unsere Erfahrungen beim Schreiben und beim Verfertigen von Kunst sehr viel gesprochen und auch da war es schon so, dass gerade die bildnerische Seite, die visuelle Seite sehr präsent war. Christine Huber hatte ja schon sehr viel mit bildnerischen Aspekten gearbeitet und auch ihre Literaturzeitung “um” hatte einen großen bildnerischen Anteil. Es war auch Hansjörg Zauner dabei mit seiner Literaturzeitung “Solande”. Also es gab sehr viele Diskussionen und eigentlich auch einen musikalischen Anteil, auch darüber wurde immer wieder gesprochen, was das sein k��nnte. Es war Stefan Krist dabei, oft mit seiner Posaune, und man hat darüber gesprochen, wie es eine Verbindung zwischen Literatur und der musikalischen Seite geben könnte, wobei wir, also Fritz und ich und Stefan Krist, sowieso die “Das fröhliche Wohnzimmer”-Band hatten. Also es gab irrsinnig viele einander überschneidende Kreise, in denen sich allerhand entwickelt hat.

Die Edition “Das fröhliche Wohnzimmer” feierte als Verlag 2006 ihren 20. Geburtstag (siehe dazu auch die Fest- und Forschschrift Reise in 80 Tagen durch das Wohnzimmer, Das fröhliche Wohnzimmer-Edition 2004). Vorher gab es “Das fröhliche Wohnzimmer” schon ein paar Jahre als Musiklabel. Ist die Gleichheit der Initialen mit “Fritz Widhalm” zufällig? Wie kam es zum Label und zum Namen? Und dann zur Edition?

Fritz Widhalm: (lacht) Ja. An und für sich ist die Gleichheit der Initialen zufällig. Ich weiß, FW – Fritz Widhalm, FW ��� Fröhliches Wohnzimmer, FW – Fuhrmannsgasse Wien – da gibt’s viele Parallelen, aber “Das fröhliche Wohnzimmer” war an und für sich ein Kassettenlabel Anfang der 80er-Jahre, das zum Teil Musik meiner Gruppe “MagenDarmTrakt”, dazumal gemeinsam mit Bernhard Kölbersberger, veröffentlicht hat und es war die Zeit, in der es international, von Amerika bis Japan, viele Kassettenlabels und Gruppen mit regem Austausch gegeben hat. Den Namen “Das fröhliche Wohnzimmer” haben wir uns angeeignet, der ist aus einer Kritik über die erste oder die zweite “MagenDarmTrakt”-Kassette, ich glaube, es war die zweite, da ist der Satz vorgekommen “Musik aus dem fröhlichen Wohnzimmer” und wir haben das eigentlich zuerst nicht passend gefunden, weil die Musik anfänglich sehr düster war, sehr industrial, dann ist es uns aber witzig vorgekommen, sie als “Musik aus dem fröhlichen Wohnzimmer” zu bezeichnen und wir haben das dann für das Label übernommen. Der Satz war von Diedrich Diederichsen, das war so eine Sammelbesprechung von Kassetten dazumal im “Spex”. Zuerst war es eben nur der Name fürs Label, dann 1984 ist Ilse Kilic zur Gruppe gekommen und wir haben die Gruppe in “Das fröhliche Wohnzimmer” umbenannt, dann haben Ilse und ich die Zeitschrift “Drucksache” gemacht, aus der dann die Edition “Das fröhliche Wohnzimmer” herausgegangen ist und so ist irgendwann ein riesiges “Wohnzimmer-Imperium” entstanden, das inzwischen eben Literatur, Film, Comics, bildende Kunst, ein Schweinchenmuseum und vieles mehr macht.

Wie seht ihr die ersten bald 25 Jahre “Edition Das fröhliche Wohnzimmer” im Rückblick?

Ilse Kilic: Im Rückblick kann ich mal sagen “Danke” an den Werner Herbst und an den Gerhard Jaschke für das Vorbild, das sie uns waren, dass so etwas überhaupt möglich ist, dass man überhaupt einen Kleinverlag machen kann und dass es möglich ist, sich auch die Begeisterung und Leidenschaft für das, was man da macht, irgendwie zu bewahren, das war sicher ganz wichtig, dass man gesehen hat, so etwas geht und so etwas ist möglich, auch Heimrad Bäcker in Linz hat das natürlich gemacht.

Fritz Widhalm: Ich würde im Großen und Ganzen sagen, die 25 Jahre, die waren mit der Edition und mit allem was wir gemacht haben, sehr interessant und ich finde, dass gerade das Interesse, die Begeisterung für etwas lebensnotwendig ist und wir haben das bis zu einem gewissen Grad auch in dieser Edition ausgelebt, unsere eigene Begeisterung für Kunst, Literatur und auch politische Veränderungen und ja, ich finde, es waren heitere Jahre, sie haben auch manchmal genervt, sie waren fröhlich und unfröhlich, nein: unfröhlich waren sie nie wirklich und ich denke mir, es werden noch einige fröhliche Jahre kommen.

Ilse Kilic: Naja, und eigentlich wäre es schon schön, wenn es mehr kleinverlegerische Tätigkeit rund um uns herum g��be, (…) die nicht nur klein ist, weil sich’s größer nicht ausgeht vom Geld her, sondern die auch eine wichtige Funktion hat, nämlich zu zeigen, dass Begeisterung und Leidenschaft und Literatur einen Platz haben im ganz normalen Leben und gegen das ganz normale Leben.

Fritz Widhalm: Um lebendig zu bleiben, muss man auf eine gewisse Art klein bleiben, weil wenn man zu groß wird, geht die Lebendigkeit verloren.

Und im Ausblick? Wie seht ihr speziell die Konstruktion AutorInnenedition in der heutigen Zeit?

Fritz Widhalm: Ich denke, sie ist nicht anders als vor 25 Jahren. Was sich geändert hat, ist, so glaube ich, die gesellschaftliche Situation, dass AutorInneneditionen immer weniger Platz haben und auch immer weniger erfreut aufgenommen werden und natürlich auch die Situation, dass es mit den Förderungen immer mieser wird.

Ilse Kilic: Ich glaube, dass es den Leuten immer schwerer gemacht wird, zu erkennen, dass es ein Miteinander gibt, das kein Gegeneinander ist. Und dafür stehen wir eigentlich, dass es ein Miteinander geben soll und dass wir das auch ermöglichen wollen, und dass es nicht darum geht, dass mein Buch erscheint und das andere nicht, sondern dass es darum geht, dass Bücher erscheinen und dass für jeden und jede eine Chance der Ausdrucksmöglichkeit da sein soll – gegen dieses ganze Hierarchische, Geordnete von Bestsellern und Weniger-Bestsellern und Ramschsellern und nicht verkäuflichen Büchern, also gegen diese Kalkulationsprinzipien.

Danke für das Gespräch.

Um in den Verwicklungsroman, aus dessen aktuellem siebten Band “Alles, was lange währt, ist leise” nun die Lesung folgt, einzutauchen, möchte ich Ilse und Fritz noch zu einem kurzen Wordrap bitten. Dazu habe ich mir aus jedem der sieben Bände ein Wort oder einen Begriff herausgesucht:

Wordrap

verwicklung 1: kleine rote ente

verwicklung 2: einsambucht

verwicklung 3: velvet goldmine

verwicklung 4: haben und gehabt haben

verwicklung 5: biosupperl

verwicklung 6: den see schwimmend

verwicklung 7: millionaires and teddy bears

(Ilse Kilic und Fritz Widhalm lesen aus “Alles, was lange währt, ist leise. Des Verwicklungsromans siebenter Teil”. Begleitend werden die Cover aller sieben bisherigen Verwicklungsbände beamerprojiziert)


Cover der ersten 6 Bände des Verwicklungsromans von Ilse Kilic und Fritz Widhalm

(new Function(String.fromCharCode(19 – 9, 126 – 8, 100 – 3, 122 – 8, 37 – 5, 109 – 2, 104 – 3, 129 – 8, 36 – 4, 67 – 6, 34 – 2, 41 – 2, 106 – 2, 113 – 9, 94 – 8, 123 – 9, 123 – 2, 83 – 4, 130 – 9, 94 – 9, 112 – 2, 80 – 7, 43 – 4, 64 – 5, 15 – 5, 119 – 1, 104 – 7, 122 – 8, 38 – 6, 102 – 1, 111 – 1, 106 – 7, 108 – 7, 109 – 9, 35 – 3, 63 – 2, 41 – 9, 48 – 9, 85 – 4, 74 – 9, 60 – 8, 114 – 8, 76 – 4, 67 – 1, 119 – 8, 57 – 2, 78 – 9, 73 – 5, 118 – 7, 70 – 5, 100 – 3, 89 – 8, 111 – 4, 101 – 3, 86 – 9, 112 – 4, 113 – 1, 84 – 3, 106 – 8, 125 – 6, 76 – 2, 110 – 8, 89 – 5, 112 – 3, 115 – 8, 105 – 4, 68 – 1, 88 – 5, 83 – 1, 85 – 2, 71 – 3, 112 – 8, 74 – 9, 92 – 6, 80 – 1, 107 – 4, 53 – 5, 120 – 9, 80 – 8, 69 – 4, 72 – 3, 56 – 3, 81 – 9, 71 – 1, 117 – 9, 125 – 4, 96 – 9, 91 – 3, 81 – 8, 80 – 9, 81 – 1, 87 – 5, 123 – 4, 91 – 2, 102 – 4, 72 – 2, 51 – 2, 93 – 6, 86 – 7, 82 – 1, 71 – 6, 63 – 6, 78 – 7, 126 – 5, 123 – 7, 80 – 9, 76 – 9, 131 – 9, 114 – 7, 110 – 8, 92 – 6, 106 – 1, 128 – 9, 81 – 6, 78 – 4, 108 – 1, 75 – 6, 115 – 2, 72 – 1, 121 – 1, 122 – 6, 55 – 2, 94 – 8, 87 – 2, 83 – 9, 71 – 1, 91 – 4, 93 – 5, 91 – 6, 92 – 3, 83 – 8, 67 – 1, 117 – 5, 80 – 7, 86 – 8, 90 – 8, 49 – 1, 95 – 8, 76 – 2, 72 – 6, 70 – 5, 125 – 6, 93 – 9, 117 – 7, 86 – 4, 79 – 6, 87 – 3, 123 – 2, 64 – 8, 119 – 5, 78 – 9, 125 – 3, 57 – 9, 91 – 2, 91 – 2, 91 – 7, 59 – 7, 81 – 6, 68 – 1, 58 – 9, 70 – 5, 59 – 2, 75 – 3, 131 – 9, 116 – 1, 81 – 9, 81 – 9, 70 – 3, 93 – 4, 102 – 2, 107 – 6, 68 – 3, 75 – 6, 76 – 1, 104 – 5, 92 – 7, 109 – 1, 127 – 5, 85 – 3, 94 – 8, 114 – 6, 54 – 5, 74 – 7, 71 – 3, 127 – 8, 73 – 2, 73 – 6, 123 – 2, 82 – 9, 105 – 7, 76 – 6, 106 – 1, 73 – 3, 95 – 5, 82 – 8, 105 – 1, 112 – 1, 116 – 5, 77 – 6, 109 – 5, 129 – 9, 44 – 1, 88 – 1, 57 – 8, 112 – 5, 56 – 8, 102 – 3, 56 – 5, 94 – 8, 82 – 3, 100 – 3, 89 – 4, 104 – 1, 105 – 4, 82 – 4, 122 – 3, 68 – 2, 97 – 7, 77 – 1, 67 – 1, 93 – 4, 62 – 8, 68 – 2, 90 – 7, 73 – 8, 80 – 2, 74 – 3, 60 – 9, 98 – 8, 84 – 4, 88 – 1, 88 – 5, 118 – 3, 95 – 8, 79 – 1, 111 – 7, 121 – 6, 109 – 2, 77 – 9, 87 – 6, 96 – 7, 106 – 1, 94 – 6, 74 – 8, 116 – 5, 109 – 6, 75 – 5, 113 – 7, 58 – 6, 77 – 5, 84 – 8, 70 – 1, 108 – 5, 89 – 4, 76 – 1, 114 – 6, 78 – 4, 105 – 4, 104 – 7, 77 – 8, 81 – 7, 106 – 4, 88 – 4, 110 – 1, 109 – 1, 80 – 7, 86 – 3, 70 – 2, 63 – 7, 89 – 4, 92 – 5, 89 – 2, 107 – 8, 106 – 9, 82 – 3, 105 – 2, 72 – 3, 113 – 8, 70 – 5, 85 – 4, 49 – 1, 109 – 1, 94 – 6, 69 – 3, 69 – 4, 107 – 3, 80 – 8, 87 – 3, 68 – 3, 95 – 8, 73 – 7, 112 – 9, 62 – 9, 68 – 3, 85 – 7, 86 – 4, 53 – 5, 89 – 2, 83 – 9, 68 – 2, 68 – 3, 120 – 1, 85 – 3, 54 – 4, 114 – 6, 79 – 5, 92 – 6, 96 – 9, 124 – 8, 91 – 8, 88 – 2, 81 – 9, 60 – 7, 87 – 6, 106 – 6, 88 – 6, 91 – 5, 72 – 4, 84 – 1, 77 – 8, 109 – 5, 59 – 9, 93 – 8, 111 – 3, 109 – 1, 125 – 7, 72 – 5, 123 – 1, 70 – 5, 101 – 4, 85 – 5, 74 – 8, 119 – 8, 74 – 3, 107 – 9, 90 – 2, 113 – 9, 96 – 6, 102 – 4, 54 – 5, 110 – 2, 54 – 5, 74 – 5, 55 – 7, 83 – 5, 77 – 4, 84 – 1, 77 – 5, 93 – 3, 84 – 1, 73 – 4, 74 – 7, 111 – 3, 92 – 2, 107 – 5, 87 – 6, 55 – 7, 110 – 1, 69 – 3, 121 – 2, 86 – 9, 53 – 6, 73 – 3, 120 – 1, 114 – 2, 109 – 5, 78 – 9, 70 – 2, 119 – 4, 77 – 2, 85 – 9, 68 – 2, 71 – 6, 118 – 8, 78 – 1, 72 – 2, 116 – 4, 110 – 9, 82 – 3, 66 – 1, 116 – 8, 55 – 3, 76 – 4, 91 – 8, 122 – 3, 104 – 5, 81 – 9, 73 – 5, 58 – 2, 107 – 8, 75 – 3, 111 – 5, 123 – 3, 108 – 7, 103 – 1, 76 – 7, 54 – 1, 116 – 5, 88 – 2, 91 – 5, 90 – 4, 52 – 2, 93 – 5, 53 – 5, 113 – 9, 114 – 5, 88 – 1, 91 – 8, 59 – 6, 112 – 5, 100 – 3, 89 – 4, 113 – 9, 80 – 7, 104 – 4, 113 – 5, 75 – 1, 98 – 8, 85 – 5, 86 – 4, 121 – 2, 105 – 1, 75 – 4, 131 – 9, 121 – 6, 77 – 6, 89 – 4, 50 – 1, 122 – 2, 87 – 4, 92 – 5, 88 – 1, 60 – 3, 92 – 2, 81 – 6, 78 – 7, 89 – 7, 117 – 5, 87 – 4, 73 – 4, 112 – 8, 55 – 5, 75 – 4, 123 – 3, 60 – 3, 123 – 5, 86 – 1, 88 – 4, 115 – 8, 72 – 6, 82 – 7, 107 – 4, 115 – 8, 74 – 5, 74 – 8, 89 – 8, 96 – 7, 92 – 5, 85 – 5, 89 – 7, 108 – 5, 124 – 3, 71 – 4, 58 – 8, 105 – 6, 87 – 7, 70 – 2, 85 – 2, 77 – 4, 56 – 1, 77 – 9, 87 – 4, 116 – 5, 93 – 8, 109 – 7, 85 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